Hundesportjahr 2010

Ein erfolgreiches Hundesportjahr 2010 ist vorbei

Nach dem letzten November-Wochenende ist die Saison 2010 für Aika  beendet.

Im April begann sie nahtlos an die Form vom Herbst 2009 anzuknüpfen. Ihre erste FH 1, ein Vorzüglich. Die Weichen waren gestellt für ein erfolgreiches Jahr. Es wurde ihr bestes in ihrem bisherigen Leben. Nach zehn Schutzhunde-Prüfungen und diversen Turnierteilnahmen im SchH - Bereich entschloss ich mich nur noch bei FH-Prüfungen teilzunehmen.

Wie ich bereits in meinem Bericht vom Pokalkampf in Berchtesgaden erwähnt hatte, ist die Hündin beim Betreten des Platzes gegenüber ihrem Verhalten im Fährtengelände nicht wieder zu erkennen. Um uns den Stress beim Training und den Prüfungen nicht mehr anzutun, kam die Umstellung. Warum ständig den Hund korrigieren, körperlich und mental in Stress versetzten, um dann am Ende nur mittelmäßige Erfolge zu erzielen. Beim Fährten ist sie mit Eifer dabei, ist jederzeit bereit bis an die Grenzen des Machbaren zu gehen und hat keinerlei Stress, sodass es eine Freude ist, mit ihr zu arbeiten.

Dies spiegelt sich in den Ergebnissen wieder. Acht Prüfungen in sieben verschieden Ortgruppen, bei sieben verschiedenen Leistungsrichtern .

Ergebnisse: fünfmal  "Vorzüglich" (96, 98, 100Punkte) , zweimal "Sehr gut" (94, 95Punkte) und leider auch einmal nicht bestanden. Diese Konstanz berechtigte auch zur Teilnahme an der Landegruppen –Fährtenhund-Prüfung.

Dies war der Höhepunkt des Jahres! 

Dass solche Erfolge nicht von alleine kommen, ist klar. Es ist nur durch gezieltes und überlegtes Training möglich, den Hund in eine körperliche Verfassung und von der Nasenveranlagung her in eine Form zu bringen, in der er dies zu leisten vermag. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir immer mit Rat und Tat, sei es mit wertvollen Tipps oder durch das Legen von Trainingsfährten geholfen haben. Besonderer Dank gebührt meiner Frau, die sich, ob beim Training oder bei den Prüfungen, um unsere Hunde kümmert und mir so die Gelegenheit gibt, mich voll auf die Arbeit zu konzentrieren. Was dies  über das ganze Jahr bedeutet, kann nur ein Hundesportler nachvollziehen.

Nun hat sich Aika eine Pause verdient, in der sie nur Hund sein kann und ich hoffe, sie bleibt gesund und kann, nachdem  sie die erste“ Qualifikation“ erreicht hat, im nächsten Jahr wieder an die Erfolge von 2010 anknüpfen und darf wieder bei der LG-FH an den Start gehen. Verdient hat sie es sich allemal.

Horst 

Saisonhöhepunkt 2010 – die Landesgruppenfährtenhund-Prüfung

Nachdem sich Aika souverän zur LG-FH (7 Prüfungen - 4mal V, 3mal hohes SG) qualifiziert hatte, starteten wir am Freitag Richtung Memmingen. Um Stress vorzubeugen einen Tag früher, sodass  wir am Samstag ausgeruht und locker zur Auslosung der Startreihenfolge erschienen.

Das Glück war auf unserer Seite. Start Sonntag 11 Uhr 55. Da heuer erstmals  „NEUN“ FH 2 –Hunde um die Quali zur Bundes-FH kämpften, begannen diese mit den Sucharbeiten. Das dieses Wochenende für die FH  -Hunde ein besonderes wird, war schnell klar.

 Die beiden Vertreter der LG Bayern Süd  erreichten 100 bzw. 99 Punkte. Ab 14 Uhr 15 gingen die ersten 9 der insgesamt 24 FH 1 –Hunde an den Start. Ergebnis 6mal V von 97,5 bis 100 Punkte. Bei Gesprächen unter den Startern vom Sonntag war klar, ohne "V" kein Platz in der ersten Hälfte der Teilnehmer. Ohne hohes "V" 98-100 Punkte keine Teilnahme bei der Bayrischen-FH. Wahnsinn !!!!!

Von der Qualifikation her lag Aika an Platz vier. Platz fünf wäre bei optimalem Verlauf ein Traum von mir gewesen. Diesen hatte ich am Sonntag ausgeträumt!! Nachdem wir als Dritte unserer Gruppe an den Start gingen, konnte ich Aika wie gewohnt in aller Ruhe vorbereiten. Ebenfalls ein Wunschtraum!!!

Als ich sie aus dem Anhänger nahm und wir uns auf den Weg machten, gingen mir tausend Sachen durch den Kopf und in mir machte sich eine Anspannung breit, die ich schon lange nicht mehr kannte. Wir mussten an etwa 40 Autos vorbei –in jedem ein Hund! 

Da vorn ein Verpflegungswagen mit Wurst und Fischsemmeln direkt am Weg! Etwa 150-200 Zuschauer, die alle jetzt nur auf uns beide schauten! Mit der Meldung beim Leistungsrichter fiel dann diese Anspannung weg und mit dem Beginn des Suchens war nur noch die Konzentration auf Aika da. Sie arbeitete so wie ich sie kannte. Ruhig, konzentriert und sicher. Als wir am Ende der Fährte angekommen waren, war ich sicher, das war ein „V“.

 Außer einem leicht Schrägverweisen der Gegenstände sah ich keinen Fehler und hoffte auf 98 Punkte. Der  Leistungsrichter sah dies etwas anders und wünschte sich die Hündin auf dem ersten Schenkel etwas drangvoller und am Schluss sollte das Tempo nicht schneller werden. Trotzdem „V“ 96 Punkte. 

 Klasse Leistung von Aika und den Applaus der Zuschauer hatte sie sich verdient. Dies bedeutete am Ende Platz 11!

 Bei der Leistungsdichte dieser Veranstaltung eine super Platzierung . Es wurde 14mal das V vergeben. Davon 9mal über 97,5 Punkte. Was mich sehr freute war die Tatsache, dass von den 24 Hunden  14 Hündinnen waren, wovon 12 auch die SchH 3 hatten. Ich wurde in meiner Meinung bestätigt, dass die Hündinnen den Rüden aber auch in gar nichts nachstehen, was die Leistung angeht.

Mein Fazit der Veranstaltung: Optimale Voraussetzungen vom Wetter bis zur Organisation, super Ergebnisse, Aika hat ihre Teilnahme gerechtfertigt und hat den Anspruch zu den besten Fährtenhunden der LG Bayern-Süd zu gehören  mit ihrer Leistung untermauert.

Ich hoffe, sie bleibt gesund, kann ihre Leistung bei den weiteren Prüfungen zeigen und im Jahr 2011 heißt es wieder:"Auf zur LG-FH!"  

Zurück in die Erfolgsspur!!

Nachdem die letzten beiden Prüfungen in Bürmoos und Simbach nicht erfolgreich verlaufen waren, meldete sich Aika nun in Bad Grießbach eindrucksvoll zurück. Nach einem etwas zögerlichen Fährtenbeginn suchte sie fehlerfrei bis etwa 50 Meter vor dem letzten Gegenstand. Hier galt es einen Weg zu überqueren. Aika benahm sich wie an einer viel befahrenen Bundesstraße. Sie suchte nach rechts, dann nach links, wieder nach rechts und fand dann nach einer für mich endlosen Zeit wieder den Fährtenverlauf auf der  anderen Seite des Weges. Dieser Fehler kostete sie das ansonsten bei fehlerfreiem Überwinden des Weges hohe Vorzüglich. So blieb das höchste Sehr gut.

                             Ich möchte mich bei dem Fährtenleger für das faire, wenn auch anspruchsvolle Legen der Fährte bedanken. Es war eine sehr schön gelegte FH und es hat Spaß gemacht diese auszuarbeiten. Man kann jedem Hundeführer nur raten, wenn er eine FH suchen will, dies in Bad Grießbach zu tun. Er ist dort bestens aufgehoben.

Somit war die Generalprobe für die am kommenden Wochenende anstehende  Landesgruppen –Fährtenhundeprüfung gelungen. Nun gilt es die Hündin für den Saisonhöhepunkt richtig vorzubereiten. Allein die Tatsache, dass 24 Vierbeiner mit ihren Hundeführern sich den Titel „ Bester Fährtenhund der LG-Bayern-Süd" sichern wollen zeigt, dass dies nicht einfach werden wird.

Zu der besten Vorbereitung  gehört das Losglück und natürlich eine 100% passende Tagesform.

Ich freue mich auf diese Veranstaltung, da wieder viele „alte Bekannte" gegeneinander im Wettstreit stehen werden.

Sommerprüfung in Amerang

Am 10. Juli 2011 nahm ich mit Aika bei der Sommerprüfung in Amerang teil. Nachdem in der Wettervorhersage von weit über 30 Grad die Rede war, entschlossen  sich  die Verantwortlichen der Prüfung, Prüfungsleiter und Leistungsrichter, die Fährtenarbeiten  in die Abendstunden zu verlegen.

 Um 20 Uhr war Abfahrt für die zwei SchH-Hunde und 20 Minuten später für die zwei FH-Hunde. Die Entscheidung am Abend zu suchen war absolut richtig. Es war natürlich das erste Mal, dass ich zu so später Stunde eine Prüfungs-FH suchte. Als wir uns um 20 Uhr 40 zum Fährtenansatz begaben, herrschten immer noch 24 Grad. Das Gelände war extrem trocken und die Luft voller lästiger Stechmücken. Wie ich es von „Vali“, dem Fährtenleger, gewohnt war, war die Fährte super gelegt und durch ihre Länge auch  sehr anspruchsvoll. Eine gute Kondition, vor allem beim Hund, war gefragt.

 Aika zeigte vom Ansatz weg bis zum Schluss eine konzentrierte, gleichmäßige Sucharbeit mit tiefer  Nase. Zwei Gegenstände wurden leicht und einer direkt schräg verwiesen. An einem Winkel war eine komplette Drehung und etwa 50 cm Zurücksuchen, bis sie den Fährtenverlauf wieder hatte und an zwei Winkeln ein leichtes „Faseln“.

 Der Richteranwärter Schulz Norbert und der Leistungsrichter aus der Landesgruppe Bayern-Nord Seidl Max waren sich einig, die Arbeit mit 94 Punkten und einem  "Sehr gut" zu bewerten.

 Die „Fehler“, die zum Punktabzug führten, sind durch gezieltes Training leicht wieder abzustellen.

 Mein Fazit dieser Prüfung: Ohne Fleiß kein Preis !

 Mit etwas mehr Training wäre ein „V“ möglich gewesen. Aika ist zur Zeit, egal welches Gelände, welche  Temperatur, welche Uhrzeit, immer in der Lage, eine sehr gute bis vorzügliche Arbeit abzuliefern. 

       Nun machen wir eine Pause was Prüfungen angeht, um richtig  trainieren zu können, um in ein paar Wochen bestens vorbereitet die Herbstprüfungen anzugehen.

Erfolglos in Österreich!

Der erste Start bei einem Turnier nach der Sommerpause war für Aika in Bürmoos nicht erfolgreich!

Trotz intensiver Sucharbeit konnte sie den zweiten Spitzwinkel bei der FH 2 nicht finden. Sie begann wie gewohnt sehr konzentriert am ersten Schenkel. Geringes Vergewissern (leichtes Faseln) am ersten Spitzwinkel. Souverän der zweite Schenkel, aber dann das Problem!

Ein spitzer Winkel mit einer Grundfläche eines normalen Fährtenansatzes. Dreimal war Aika mit der Nase auf dem „Winkel“, aber immer wieder suchte sie nach vorne, nach rechts oder nach links, aber nicht zurück. Nachdem sie in einem gewissen Zeitfenster einfach trotz ständig tiefer Nasenarbeit den Winkel nicht gefunden hatte, brach der Leistungsrichter ab.

Ich ging nach vorne zu Aika und nachdem mir der Fährtenleger den Winkel gezeigt hatte, sah ich in etwa zwei Meter Entfernung den weiteren Fährtenverlauf. Hier betrug der Seitenabstand der beiden Schenkel ca. 60 cm. Ich setzte Aika hier neu an und sie suchte noch 100 m bis zum nächsten Gegenstand, den sie auch fehlerfrei anzeigte. Den nahm ich als Endgegenstand und beendete die Sucharbeit.

 Enttäuscht und etwas verärgert verließ ich das Gelände. Dass die Hündin  suchen kann, bestätigte mir der Leistungsrichter, solche Spitzwinkel kann man auch trainieren und sind auch von den Hunden auszuarbeiten,  auch gebe ich dem Fährtenleger keine Schuld, aber das Fährten hat einfach bei den Hundesportlern den geringsten Stellenwert.

Es steht  in den Prüfungsordnungen genau wie auf den Fährten gearbeitet werden soll. Es geht beim Fährtentaferl los, welches die Richtung angeben soll, in der die Fährte liegt, die Gegenstände sollten eine vorgegebene Zeit am Körper getragen werden, die Winkel müssen vorgegebene Grade haben usw.

 Nur sehr wenige halten sich an die Vorgaben. In der Unterordnung und im Schutzdienst wird alles versucht, den Hund optimal zu präsentieren, hier kennt der Ideenreichtum der Hundeführer keine Grenzen.

 Die sehr komplexe Fährtenarbeit wird aber durch sehr oft schlampig gelegte Fährten zerstört!

Sehr oft haben die Hunde keine Möglichkeit, ihr sicher vorhandenes, ausgeprägtes Suchverhalten zu zeigen.

 Ich habe aus dieser Fährte wieder etwas gelernt und hoffe,dass bei den nächsten Prüfungen Aika wieder ihre Qualität als Fährtenhund unter Beweis stellen kann.

Aika gewinnt das "Maunzteufelturnier" in Anthering, FH 2!

Nachdem sich Aika bei den letzten Prüfungen in einer super Form präsentierte, starteten wir beim 15. Maunzteufel-Turnier in Anthering (Österreich). Zehn Teams stellten sich den Anforderungen der FH 2 nach der SVÖ-Prüfungsordnung.

 Aika  war am Sonntag die letzte Starterin. Sie begann absolut bestechend (Worte des Leistungsrichters). Die ersten drei Schenkel, drei Winkel und den ersten Gegenstand suchte die Hündin fehlerfrei. Dann kamen zwei Schenkel mit spitzen Winkeln, was für Aika nach drei Trainingsfährten nicht mehr neu, aber noch ungewohnt war. An beiden Winkeln faselte die Hündin leicht und am darauffolgenden „normalen" Winkel musste sie sich noch einmal vergewissern, wo es nun lang geht. Danach arbeitete sie wieder einwandfrei bis zum Schluss.

Der SVÖ-Leistungsrichter Glück Günter bewertete die Arbeit mit 94 Punkten. Mit diesem Ergebnis bestätigte sich wieder einmal der Spruch:"Die Letzten werden die Ersten sein"!

 Aika gewann die FH 2 –Wertung.

Ich möchte mich bei Franz ( Obmann der SVÖ-OG Haigermoos) bedanken, dass er mir während der Woche eine FH 2 gelegt hatte, und ich somit Aika auf die Prüfung einstellen konnte.

Gratulieren möchte ich noch Wolfgang mit seiner Chalin zum Sieg in der ÖPO 2.

Aika beendet in Berchtesgaden ihre Karriere als Schutzhund

Am 20. Juni 2010 legte Aika  ihren letzten Schutzdienst bei einer Prüfung ab.

 Beim Watzmann-Turnier zu Ehren von Ernst Johann Rettensberger, der nach dieser Saison seine Leistungsrichtertätigkeit beenden würde, schloss sich der Kreis.

Ihren ersten Schutzdienst legte sie bei Ernst ab und so sollte auch der Letzte bei Ernst sein. Wer die Hündin kennt und sie in den letzten Wochen bei den Fährtenarbeiten sah, würde nicht glauben, dass das am Sonntag die gleiche Hündin wäre.

 Beim Fährten hoch konzentriert, absolut ruhig ,ausgeglichen und sicher bis zum Schluss.

Beim Schutzdienst vom Betreten des Platzes bis zum Verlassen desselbigen nur Stress, Unkonzentriertheit,   Nervosität, Hektik  und unsichere Aggressivität. Sie brachte zwar durch ihr Gewusel den guten Schutzhelfer zu Fall, aber dafür gibt es keine Punkte. Dass es noch eine befriedigende Bewertung gab, dafür möchte ich mich bei Ernst bedanken.

Ich hoffe, dass ich bis zum Saisonende noch die Möglichkeit haben werde mit Aika bei Ernst eine FH-Prüfung  abzulegen, damit er sie in guter Erinnerung behält.

Watzmannpokalturnier - Rettensberger Ernst Johann beendet seine Richtertätigkeit beim Schäferhundeverein

Beim durch die SV-OG Berchtesgaden  super organisierten Watzmann-Turnier richtete Ernst sein letztes Turnier in  s e i n e m  Berchtesgaden.

 Noch ein paar Prüfungen und dann wird ein korrekter, fachlich unumstrittener Leistungsrichter seine Laufbahn beenden.

Sie endet, weil  der SV  eine Altersgrenze von 70 Jahren für  SV-Richter beschlossen hatte. Man möchte jungen Richtern nicht den Weg versperren. Für mich eine unverständliche Entscheidung. Nach meinem Wissen müssen dieses Jahr  in unserer Landesgruppe fünf Richter aufhören. Dem gegenüber steht ein Richteranwärter. Dies wird bundesweit nicht viel anders sein. Vielleicht sehen wir  Anfang 2011 eine Statistik, wie das Verhältnis zum Jahresende war. Ich bin der Meinung, dass die Verantwortlichen einer OG  mündig genug wären und wissen würden, ob sie sich einen Richter 70 + für ihre Prüfung holen.

Ebenso mündig sind Hundeführer, die auf einer LGA führen wollen, ob sie bei einem Richter 70+ ihre Quali machen und ebenso mündig ist ein solcher Richter, der für sich selbst entscheiden kann, ob er 15-20 Prüfungen im Jahr richten will, ob er 3-400 Kilometer mit dem Auto zur Prüfung fahren möchte und ob er mit über 70 Jahren 3-4 Stunden im Gelände unterwegs sein will, um die Fährten zu richten. Ich finde gerade junge Hundeführer sind bei ihren ersten Prüfungen bei solchen erfahrenen Richtern in den besten Händen.

Meiner Meinung nach haben wir beim SV genug Probleme, die es vorrangig zu lösen gilt und nun schaffen wir uns neue, indem die Richter noch mehr  Prüfungen im Jahr richten müssen, und somit selbst keine Zeit mehr finden werden, selbst als Hundeführer unterwegs zu sein. Es wäre sicher nicht von Nachtei,l wenn unsere Richter selbst noch aktiv eingebunden wären. Aber die Entscheidung ist gefallen und wir müssen sie wie so vieles ungefragt hinnehmen.

Für Ernst sind die Würfel gefallen. Ich habe ihn in über 20 Jahren als immer korrekten und sachlich versierten Richter erlebt. Er hat sich mit seiner direkten Art und immer zum Wohle des Hundes ausgelegten Besprechungen große Anerkennung bei  a l l e n Hundeführen erarbeitet. Ich durfte mit ihm als Ausbildungswart arbeiten, war viel mit ihm zu SV-Veranstaltungen unterwegs und  immer gab es nach kurzer Zeit nur noch das Thema "Hund" für uns.

 Von ihm habe ich sehr viel über Hundeausbildung, aber noch mehr über den Hund als Lebewesen gelernt. Von Ernst habe ich gelernt, dass man Hunde erst, wenn man sie lesen  und verstehen kann, richtig abrichten kann. Ich hoffe, dass er mit seiner letzten Prüfung nicht komplett aus der Hundewelt verschwindet. Es wäre schön, ihn ab und zu  bei unserem Training zu sehen und um seinen Rat zu fragen.

D A N K E  Ernst, dass ich bei dir in die Lehre gehen durfte !!!

Prüfungsauftakt 2010 mit Licht & Schatten

Nachdem in Burghausen bei der ersten Prüfung im Jahr 2010 Collin das Prüfungsziel leider nicht erreichen konnte, war Aika  am darauffolgenden Sonntag in Töging umso erfolgreicher. In Burghausen lag der Fehler eindeutig bei mir und nicht beim Hund.

 Als erfahrener Hundeführer hätte ich wissen müssen, dass Collin in der Verfassung, in der er sich befand, die Arbeit, die von ihm erbracht werden sollte, nicht abliefern könnte. Aber Fehler sind da, damit sie gemacht werden. Collin hat körperlich keinen Schaden erlitten und ich bin wieder um eine Erfahrung schlauer. Man kann auch aus Misserfolgen etwas Positives lernen.

 In Töging  startete ich mit Aika in der FH 1. Die Hündin machte bei der ersten Prüfung in diesem Jahr genau da weiter, wo sie im Herbst 2009 aufhörte. Bei  schon fast sommerlichen Temperaturen und nicht einfachem Fährtengelände zeigte Aika eine hervorragende Sucharbeit und ich war mir sicher, dass der Leistungsrichter Herr Waltrich von den maximal zu erreichenden 100 Punkten, die zu vergeben sind, nicht viele abziehen kann.

 Er war von Aika  sehr angetan und gab ihr die Bewertung "Vorzüglich". Nach so einer Leistung gehe ich die nächsten Prüfungen mit der Gewissheit an , mit meinem Trainingsplan auf dem richtigen Weg zu sein. Auch Collin wird in absehbarer Zeit zeigen dürfen, dass mehr in ihm steckt als das, was er in Burghausen zum Besten gab.

In den nächsten Wochen stehen noch einige Prüfungen an und ich hoffe,  dass sie ebenso erfolgreich verlaufen werden.